Auftragsarbeiten

Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick über bisherige Auftragsarbeiten.

Nachbildungen von Werken Ernst Ludwig Kirchners – Ölbilder von Fehmarn

Ernst Ludwig Kirchner (1880 – 1938) zählt als deutscher Maler und Grafiker zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismusses. Er erblickte 1880 in Aschaffenburg das Licht der Welt, schloss sein Abitur in Chemnitz ab und studierte darauf hin an der Technischen Hochschule in Dresden Architektur.

Ernst Ludwig Kirchner war in der Kunst ein Autodidakt. 1905 schloss er sich mit Erich Heckel, Fritz Bleyl und Karl Schmidt-Rottluff zur Dresdner Künstlergemeinschaft „Brücke“ zusammen. Dieser schlossen sich später auch bekannte Künstler wie Cuno Amiet, Emil Nolde und Max Pechstein als Mitglieder an. In dieser Zeit entwickelte sich Ernst Ludwig Kirchner vom impressionistischen Kunststil hin zum Expressionismus. Neben seinen Aktmalereien und Portraits gehörten auch Landschaften, Stadtansichten und die Welt des Varietés zu seinen Themen. Dresden, Berlin und Davos zählen hierzu zu seinen Motiv- und Szenenorten.

Eine Ort mit dem sich Ernst Ludwig Kirchner sehr verbunden fühlte, war die Insel Fehmarn. Hier verbrachte er 1908, 1912, 1913 und 1914 die Sommermonate und erschuf mit über 120 Ölbildern ein Zentel seines malerischen Gesamtwerkes. Zusätzlich hierzu entstanden auf Fehmarn hunderte von Zeichnungen und Skizzen und mehrere Skulpturen.

Vor einigen Jahren lernte ich über ein von mir erstelltes Acrylbild „Sturm über Fehmarn“ einen besonderen Menschen kennen, dessen zweite (Herzens-)Heimat Fehmarn ist. Er fühlt sich mit Fehmarn und den Schönheiten dieser Insel tief verbunden – wie Ernst Ludwig Kirchner. So fragte er mich, ob ich mir vorstellen könne Kirchners Fehmarnwerke aus Öl für ihn in Motiv, Farbe und Größe zu „reproduzieren“. Bis dahin waren Ernst Ludwig Kirchner und seine Werke für mich unbekannt – doch das änderte sich ab diesem Punkt. Seine Werke erscheinen auf den ersten Blick sehr abstrakt, vielleicht sogar abstoßend, doch mit jedem Bild das ich von ihm übertrug und malte, lernte ich seine Werke mehr und mehr zu schätzen und zu lieben. Sie spiegeln durch seine Motiv- bzw. Szenensuswahl in Kombination mit den eingesetzten Farben und vorallem auch den Farbkontrasten ein Meer von Gefühlen wieder. Die Werke imponieren teilweise zudem auch durch ihre Größe, die bis zu Fomaten von über 2 m reichen.

So kommt es, dass sich mittlerweile nicht nur dieser besondere Mensch über seine bisher erhaltenen Werke freut – an dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank für sein treues Vertrauen :o) -, sondern auch ich bereits einige Kunststücke von Ernst Ludwig Kirchner bei uns hängen habe :o)

Fehmarnwerke

weitere Werke

Weitere Werke in Öl

Zeichnungen in Pastell und Öl

Aquarelle

Eine Urne für „Jensi“

Ich wurde im Sommer 2020 vom Leben zu einer neuen wundervollen Aufgabe eingeladen. Auf eBay Kleinanzeigen suchte ein junges Paar nach einem Künstler, der die Urne für einen sehr schwer kranken, im Sterben liegenden Freund gestalten sollte. Dieser Freund hieß Jens, liebevoll Jensi genannt. Jensi, ca. Mitte 30 Jahre alt, wurde vor vielen Jahren in dessen Familie aufgenommen, da es niemanden sonst mehr in seinem Leben gab. Er war geistig behindert, ein 10 jähriges Kind im Körper eines Erwachsenen, der nun voller bösartiger Tumore steckte. Aufgrund seines „Status“ „drohte“ seinem Körper nach seinem Tod ein Massengrab. Aus diesem Grund kümmerte sich seine neue Familie, seine Freunde um einen Waldfriedhofsplatz und erhielten vom Bestatter auf diesem Weg eine graue triste Urne, die nun schön gestaltet werden sollte. Sie wollten für ihn eine ganz besondere Urne haben, auf der seine kleinen Leidenschaften und Freuden als Traum erschienen. Jensi liebte es (Horror)Filme zu schauen, er war begeisterter ICE Fahrgast, liebte es mit dem Dampfer „Leipzig“ auf der Elbe mitzufahren und er fuhr immer mit der Buslinie 61 in Dresden. Aufgrund der vielen Gespräche, Erzählungen und Bilder zu und über Jensi schloss ich ihn unmittelbar in mein Herz.

Es war ein ganz besonderer.. anderer Auftrag. Anders gesagt, wurde es mir hier zum ersten Mal zu Teil, einen Menschen, den ich noch nie sah und seine Freunde/ Familie auf ihrem letzten sensiblen gemeinsamen Weg zu begleiten. Eine ganz besondere Aufgabe. Ja, in diesem Sinne gestaltete ich zum ersten Mal die letzte Hülle eines Menschen. Da wir nicht wussten, wie viel Zeit noch bleibt, nahm ich diese Aufgabe mit in den Urlaub. Dort wurde ich von dem ein oder anderen tabubehaftet und vorsichtig auf die Urne angesprochen… die Gespräche endeten letztlich immer mit Begeisterung.

Mit Jensis fertiger Urne hinterließ ich damals sehr zufriedene Menschen. Sie ermutigten mich diesen Weg weiter zu verfolgen und boten mir an, dass ich Jensis Geschichte weitererzählen kann und soll. Dennoch verging seither eine lange Zeit. Ideen gab es genug… aber irgendwie fehlte es mir an Zeit und dem entscheidenden Start. Der richtige Zeitpunkt war wohl noch nicht gekommen. Durch den kurz hintereinander folgenden Tod meiner Großeltern nahm ich das Thema im Dezember 2021 und final im Mai 2022 wieder in die Hand, gestaltete deren Urnen und kam dadurch mit dem Bestatter in Kontakt, der nun meine Urnen, die Sie in der Galierie „Urnen“ finden, in seinem Bestattungsinstitut erfolgreich anbietet.

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