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“Malen gegen Eierstockkrebs” – Ihre Stimme zählt

  • 9. April 2019

In dem letzten Beitrag erwähnte ich, dass ich derzeit am Kunstwettbewerb “Malen gegen Eierstockkrebs” der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs (Frauenklinik – Carité Berlin) und der Europäischen Künstlergilde für Medizin und Kultur teilnehme. Unter dem Leitmotiv “Lebensräume” sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des deutschlandweiten Wettbewerbes malerisch Hoffnung, Kraft und Inspiration ausdrücken und diese Emotionen in die Behandlungsräume in Praxen und Kliniken tragen.

Unter der Ansicht, dass das künstlerische Handeln unter anderem im Rahmen einer Kunsttherapie zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung des psychischen Gleichgewichts und gezielt als Kraftquelle beiträgt, sind die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs und die Europäische Künstlergilde für Medizin und Kultur davon überzeugt, dass Bilder diese Kraft transportieren, unterschiedliche Emotionen auslösen sowie neue Perspektiven schaffen können. Aus diesem Grund legen die Veranstalter des Kunstwettbewerbs zur Bewertung der eingereichten Werke nicht nur klassisch, künstlerische Kriterien zu Grunde – vielmehr geht es ihnen um Gefühle und Gedanken, die die Kunstwerke auslösen und besonders Krebspatientinnen selbst motivieren können.

Diese Überzeugung, dass Bilder über magische Kräfte verfügen, die verschiedene Emotionen nicht nur übertragen, sondern auch auslösen können und sowohl beim Künstler selbst wie auch beim Betrachter Stimmungen, Gefühle und Gedanken beeinflusen können, trage auch ich. So nimmt meine Stimmung und meine Gefühlswelt erheblichen Einfluss auf meine Werke. Wo sich jedoch zum Beispiel negative Stimmungen bei anderen Künstlern u.a. in aussagekräftigen, zumeist gar aggressiv wirkenden Motiven und Farbkombinationen widerspiegeln, werden in meinen Bildern die Farben etwas dunkler, oder aber natürliche Kontraste (Licht und Schatten, schwarze Gewitterwolken und leuchtender Raps..) werden stärker.. Auch die emotionalen Werte, die die verschiedenen Jahreszeiten in sich tragen kommen deutlicher zum Vorschein.

So stellte sich mir nun die Frage, was ich zu diesem Kunstwettbewerb unter dem Leitmotiv “Lebensräume” für ein Werk einreiche… keine leichte Frage….

Lebensräume… dieses Wort beschreibt eine Fülle von Arten, in denen das heutige Leben stattfinden kann.. und im großen und ganzen zählt dieses Wort in unserer heutigen schnelllebigen, hektischen und lauten Zeit zu einem Selbstverständnis. Doch ich frage mich an dieser Stelle, ob dieser von uns definierte Lebensraum nicht oft weit davon entfernt ist dem Leben Raum zu geben? All der Stress, der Lärm, das ständige in Bewegung sein von uns selbst und von allem um uns herum, all die Sorgen, die Ängste und der Kummer, die unser tägliches individuelles und gesellschaftliche Sein mit sich bringt, engt doch unseren Raum zum Leben oftmals eher ein und raubt ihm die Kraft, den Atem,.. oft auch den Mut und die Hoffnung.. Durch die vielen auf uns einwirkenden Einflüsse lenkt er unseren Blick oft an den kleinen magischen und unverhofften wahren Leben(dig)-s(ein)-Räumen vorbei oder engt ihn derart ein, dass sie gar nicht mehr von uns als wahrhaftig und Leben-spendend wahrgenommen und gefühlt werden können. Doch lässt man es zu und wagt den kleinen und doch so großen Schritt in sich selbst hinein, wird eine zarte leise Stimme hörbar, die einen mit ausgestreckter Hand auf einen Weg zu einem Raum einläd, der das wahre tiefe spürbare Leben birgt. Er eröffnet jedem Mutigen die Kunst des wahren Sehens – “ein feines Gespür für alles zu haben, was schön und bewundernswert ist”, um es mit den Worten Hans Kruppas zu beschreiben. Denn das Wahrnehmen – der “Anblick des Wunderbaren beseitigt und erhebt, tröstet und inspiriert” und “steigert den Wert des eigenen Lebens, das umso kostbarer ist, je öfter es der Schönheit begegnet”.

Aus diesen Gründen heraus entschied ich mich ein Werk einzureichen, das den Betrachter auf einen Ruhemoment einläd und ihm durch die Motiv- und Farbwahl Stille schenkt, eigene schöne Erinnerungen erweckt, die Seele mit Freude erwärmt und dadurch das persönliche Wohlbefinden mit Kraft, Hoffnung und Zuversicht verwöhnt und inspiriert. Ich benannte mein Werk “Kleine Punkte zum Glück”. Es ist ein 40 cm x 30 cm großes Ölpastell auf goldenem Papier, welches zart an einigen Stellen hervorschimmert.

Nun sind Sie an der Reihe:

Eine Auswahl der eingesendeten Werke sollen in Kliniken, Ambulanzen oder Medizinischen Praxen ausgehangen werden und somit jenen Menschen präsentiert werden, für die sie Kraft- und Inspirationsquelle sein sollen: die Patienten. Zudem ist parallel ein Bildband geplant, der ebenfalls für die Auslage im Warte- und Behandlungsbereich von medizinischen Einrichtungen ausgelegt werden soll. Dazu wurde unter dem Link http://bit.ly/2TVsjQb ein Onlinevoting eröffnet. Unter dem Link: https://stiftungeierstockkrebs.de/onlinevoting/ gibt es zudem alle wichtigen Informationen zu dem Voting. Hier erfahren Sie auch, wie Sie ihre Stimme abgeben können, ohne einen Facebook Account anzulegen. Wichtig ist zu beachten, dass es in der Bildergalerie auf den zwei Seiten drei Kategorien gibt, in der Sie ihre Stimmen oder Likes verteilen können. Doppelnennungen sind natürlich erlaubt :o) Wenn Ihnen mein Bild gefällt, freue ich mich sehr auf Ihren Like und ihre Stimme.☆

Die Gewinner des Wettbewerbs werden am Welteierstockkrebstag am 12. Mai 2019 in Berlin bekannt gegeben.

Ich freue mich sehr, Teil eines solch anlassbezogenen und sesibilisierenden Kunstwettbewerbs zu sein und hoffe von Herzen, den Patienten mit meinem Werk ein kleiner hoffnungsbereitender und kraftspendender Wegbegleiter sein zu können.

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