Kunst bietet mir die Möglichkeit, mich aus dem lauten, menschenreichen und rasanten Alltag zurückzuziehen, mich zu entfalten und zu entspannen. Dabei begebe ich mich z.B. auf eine Reise hin zu meinen Sehnsüchten: z.B. nach Strandspaziergängen, den Blick auf schneebedeckte Berge oder einen Spaziergang durch den Wald – zu einem entspannten und entlastenden Moment.
So tragen meine Werke zumeist einen Ruhemoment in sich und geben zugleich einen emotionalen Einblick wieder, ohne den Betrachter zu irritieren und emotional aufzuwühlen. Durch den Einsatz leuchtender und ansprechender Farben regen meine Bilder zudem die Sinne des Betrachters an:

Bei einem Spaziergang durch ein Lavendelfeld kann er in der warmen Sommerluft den frischen Lavendelduft riechen und den warmen Wind spüren; in Gedanken an einem blauen See in den Bergen sitzend, kann er das Wasser plätschern und die Vögel singen hören, wie auch die frische Bergluft riechen; beim Betrachten eines herbstlich rot leuchtenden Baumes an einer Waldlichtung kann der Betrachter den Herbstgeruch wahrnehmen und das Rauschen der Bäume hören und beim Betrachten einer düsteren Schneelandschaft mit hereinziehendem Nebel die kühle feuchte Luft spüren und schmecken.

Ihren emotionalen Inhalt erhalten meine Werke durch die Motivwahl: im Bereich der Naturlandschaften sind dies beispielsweise Gewitter, Schnee, Eis, Nebel, aber auch ein sonniger Himmel, eine ruhige See etc. Zudem arbeite ich in meinen Werken sehr gern mit Kontrasten wie Licht und Schatten (siehe z.B. Wüstenbilder) oder leuchtenden Bäumen auf einem nebligen Hintergrund.
Trotz dieser emotional enthaltenden Werte ziehen die Motive den Betrachter heraus aus dem stressigen Alltagsgeschehen hinein in einen ruhigen, nahezu einsamen Moment, der Erholung bietet, Erinnerungen weckt, die Fantasie beflügelt, die Sinne anspricht und eine innere Harmonie erwecken kann.

So will ich mit meiner Kunst weg von dem „Was will uns der Künstler damit sagen“ und „dem Grübeln über das Bild“ hin zu dem „Erwecken eigener Erinnerungen und schöner Momente, mit dem Erleben des persönlichen Wohlbefindens“. Dafür möchte ich den Betrachter von seinem gegenwärtigen Standpunkt direkt abholen.

Meine Skulpturen bieten dem Betrachter ein ähnliches Ziel: in ihnen sind emotionale Bezüge durch Ecken und Kanten enthalten und doch führen diese durch runde, wellenförmig geschwungene und fließende Formen beim Betrachten zum Wohlbefinden. Dies ist besonders gut am Bildbeispiel „Lichtspiel“ zu erkennen. Nach der Bearbeitung des Ytongsteines wurde das fertige Ergebnis in mühevoller Feinarbeit mit Bruchglas und Mosaiksteinen verziert. Dabei stellte ich dunkle Farben in Kontrast zu hellen und leuchtenden Farben. Inmitten dieser habe ich Spiegelglas-Mosaik eingearbeitet, welches bei einem bestimmten Sonnenlichteinfall ein bezauberndes Lichtspiel an den Zimmerwänden erzeugt. Ebenso beeindruckend wirkt die ca. 1,50 m große weiße weibliche Skulptur in meinem Atelier. Sie wurde aus einem Drahtgestell, alten Laken und Zementmörtel erstellt. Nach dem weißen Anstrich verzierte ich sie im unteren Kleidausschnitt mit tausenden kleinen Bruchglasstückchen und einigen Glasnuggets.

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